Denken und Herrschen

Wintersemester 2011 / 2012

Für eine Ausstellung, die vom 10. Februar bis zum 18. März 2011 an zwei Orten auf dem Universitätscampus, dem Forum universitatis und dem Philosophicum, zu sehen war, wurden aus der Abguss-Sammlung der Klassischen Archäologie knapp 30 Porträts ausgesucht. Die Werke umspannen einen Zeitraum vom mittleren 5. Jahrhundert v. Chr. bis zum frühen 3. Jahrhundert n. Chr. Aus dieser Zeit gibt es eine große Zahl von Porträts, die große Denker oder „Herrscherpersonen” - vom demokratischen Politiker über hellenistische Könige bis zu den römischen Kaisern - darstellen. Zur ersten Gruppe gehören Dichter, Philosophen und Redner wie etwa Sokrates, Euripides und Cicero. Stücke der zweiten Gruppe zeigen Alexander den Großen, Nero, Hadrian und etliche andere Kaiser. Einige Personen vereinigen beide Qualifikationen in sich wie Cäsar oder Marc Aurel.

Bei der Konzeption ließen sich die Ausstellungsmacher - Studierende der Klassischen Archäologie vom 2. bis 5. Semester - von zwei Überlegungen leiten: Im Philosophicum, dem Uni-Gebäude zahlreicher geisteswissenschaftlicher Disziplinen, sollten Personen zu sehen sein, deren Texte noch heute gelesen und analysiert werden. Im Foyer des Präsidialbereichs wird dagegen eine Serie von Führungsgestalten gezeigt.

Die kleine Ausstellung geht aus einer Lehrveranstaltung hervor, die sich in längerfristige Aktivitäten des Instituts einfügt und das Ziel verfolgt, die berufspraktische Seite der Bachelor-Studiengänge mit attraktiven Angeboten für die Studierenden auszugestalten. Entsprechend war neben der wissenschaftlichen Vorbereitung, die sich vor allem in der Erstellung von Führungsblättern niederschlägt, auch großes Engagement bei der praktischen Durchführung gefordert, z.B. der Entwurf eines Plakats, das Konzept für die Aufstellung der Stücke und die Planung von öffentlichen Führungen.

Foto: Blick in die Abguss-Sammlung des Instituts (K. Junker)

Veröffentlichung der Führungsblätter folgt